Sicher in die Ferne schweifen

Sicher in die Ferne schweifen: Internationale Freiwilligendienste

Viele junge Menschen wollen sich nach der Schule oder ihrer Ausbildung erst einmal orientieren und sich sozial engagieren, gleichzeitig aber etwas von der Welt sehen und ihren Horizont erweitern. Jedes Jahr entscheiden sich mehrere tausend Jugendliche für einen internationalen Freiwilligendienst, der sie ins Ausland führt und die Möglichkeit bietet, in sozialen, friedens- und entwicklungspolitischen Projekten vor Ort mitzuwirken.

Internationale Freiwilligendienste sind als Lern- und Lebenserfahrungen zu verstehen. Sie dienen der Jugendbildung und Persönlichkeitsentwicklung der Programmteilnehmer sowie der interkulturellen Begegnung.

„Diese Form des Auslandsaufenthaltes bedarf einer intensiven monatelangen Vorbereitung und Begleitung, denn die Jugendlichen werden aus nächster Nähe mit sozialen oder entwicklungspolitischen Problemen konfrontiert“, sagt Markus Linsler, Geschäftsführer der Gütegemeinschaft Internationale Freiwilligendienste. Gute Entsendeorganisationen unterstützen die jungen Erwachsenen vor, während und nach ihrer Zeit in der Ferne. In Seminaren werden die Freiwilligen auf ihre Zeit im Ausland vorbereitet. Nicht selten ist es erforderlich, dass sie zusätzlich eine neue Sprache im Vorfeld lernen. Die Entsendeorganisationen koordinieren außerdem die Zusammenarbeit mit den ausländischen Partnern und sichern Unterkunft, Verpflegung, Taschengeld und Arbeitsplanung. Zudem stellen sie eine Begleitung vor Ort sicher, damit die Freiwilligen jederzeit einen Ansprechpartner haben.

Wer einen Auslandsaufenthalt über einen internationalen Freiwilligendienst ins Auge fasst, kann sich direkt bei den Entsendeorganisationen über alle Einsatzmöglichkeiten informieren. Weitere Informationen halten außerdem die staatlichen Förderprogramme weltwärts [www.weltwaerts.de] des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit sowie der Internationale Jugendfreiwilligendienst (IJFD) des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) [www.ijfd-info.de] bereit. Wer zusätzlich auf das RAL Gütezeichen Internationaler Freiwilligendienst achtet, kann sich sicher sein, eine zuverlässige Organisation zu finden. Die Gütegemeinschaft Internationaler Freiwilligendienst ist als externe Prüfinstanz im weltwärts-Programm anerkannt.

Unter www.ral-freiwilligendienst.de finden Sie eine Auflistung aller Entsendeorganisationen mit RAL Gütezeichen.

Warum hast Du Dich für den Internationalen Freiwilligendienst entschieden?

Ich habe mich für den internationalen Freiwilligendienst entschieden, weil…

  • Samuel, 19 (Sambia): „…ich nach 13 Jahre Schule nicht direkt weiter machen will mit einem Studium, sondern erst einmal Erfahrungen mit anderen Kulturen und Sprachen sammeln möchte. Mir ist während eines Sozialpraktikums bewusst geworden, welche Freude ich an der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen habe. Deshalb bin ich auch zu dem Entschluss gekommen, mich für das Projekt zu bewerben.“
  • Lara, 18 (Philippinen): „…es meiner Meinung nach eine einmalige Chance ist, sich ehrenamtlich zu engagieren. Gleichzeitig kann man so viele neue Erfahrungen sammeln und eine völlig neue Kultur kennenlernen.“
  • Franziska, 24 (Thailand): „…er mir die Möglichkeit bietet, zehn Monate in einem Land zu verbringen, was eine völlig andere Geschichte und Kultur hat als unsere und man durch die Dauer des Aufenthalts die Chance hat, in diese einzutauchen, Neues kennenzulernen und eine neue Sprache zu lernen. Außerdem habe ich ein großes Interesse an Menschenrechts- und Flüchtlingsarbeit und mein Wunsch ist es, in diesem Bereich im Anschluss an den Freiwilligendienst zu arbeiten.“
  • Melissa, 18 (Thailand): „…ich schon seit langer Zeit den Wunsch hatte einen Freiwilligendienst zu absolvieren und für mich interkulturelle Beziehungen sehr wichtig sind. Ich möchte dazu beitragen, mehr Toleranz, Respekt und Offenheit zwischen den Kulturen zu schaffen. Gleichzeitig bin ich aber auch immer sehr offen und glücklich von anderen Menschen lernen zu können und neue Perspektiven zu erlangen.“
  • Johanna (Brasilien): „…ich nicht einfach reisen, sondern meinen Horizont erweitern und etwas Sinnvolles tun möchte. Wann sonst, wenn nicht jetzt nach dem Abi?“
  • Thorben (Bolivien): „…ich noch nicht weiß, was ich anschließend machen will. Aber vielleicht helfen mir die Erfahrungen im Ausland, mich zu entscheiden.“

Auf Bewerbungsfristen achten

Internationaler Freiwilligendienst für 2018/2019 geplant?
Interessierte sollten sich frühzeitig, informieren und bewerben!
Denn: Abhängig von der Entsendeorganisation muss eine Bewerbung sechs bis zwölf Monate vor Ausreise eingereicht werden!
Entsprechende Infos und Bewerbungsfristen gibt es auf den Internetseiten der Entsendeorganisationen.